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Sibylle Brauner vom SC Aising-Pang , die seit langem herausragende Skirennläuferin aus Rosenheim, konnte ihren Traum wahr machen: die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Salt Lake City. Ihre Eindrücke beschreibt sie wie folgt.

Ein Traum wurde wahr. Wenn einem so kurz vor Torschluss doch noch die Türen geöffnet werden, ist es noch bewegender, als wenn seit langem die Teilnahme sicher ist. Nachdem ich im letzten Rennen in Are in Schweden dem eigenen Druck doch noch standgehalten habe, das Ticket nach Salt Lake gelöst war, viel mir ein Stein vom Herzen. Auf nach Salt Lake City! Schon am Flughafen merkte man, dass hier etwas besonderes läuft. Angekommen in Amerika, ins Haus im Olympischen Dorf eingezogen und ein paar Tage akklimatisiert, dann meint du, du bereitest dich auf ein normales Rennen vor.

Aber spätestens, wenn du das erste Mal am Berg stehst, ist doch einiges anders. Die Stimmung, die Zuschauer, jetzt wird dir erst der Unterschied zu einem normalen Weltcuprennen oder sogar zur Weltmeisterschaft bewusst. Bei der Eröffnungsfeier dabei zu sein, ist ein schlichtweg unglaubliches Gefühl, das schwer zu beschreiben ist, wenn man nicht selbst dabei war. Als Kind sitzt du vor dem Fernseher und nun bist du mitten drin. Traum oder Wirklichkeit – es ist schwer zu fassen.

Die Wirklichk eit holt einen spätestens am nächsten Tag wieder ein. Trainingslauf und volle Konzentration auf die Arbeit, schließlich geht es um Medaillen, und von denen träumt jeder.

Am Renntag läuft dein Tag ab, wie bei jedem Rennen. Du bist voll konzentriert, versuchst dein Bestes zu geben. Dem einen gelingt es und der andere ist enttäuscht. Ich gehörte ein wenig zu den Enttäuschten, Platz 26 in der Abfahrt.  So ist Olympia, zählen tun letztendlich nur die Plätze 1, 2 und 3. Jetzt sind wir wieder bei dem olympischen Gedanken angekommen und der heißt : dabei sein ist alles. Diese Erinnerung kann einem keiner mehr nehmen.

 

SportproGesundheit03